Seit 2011 gibt es ein Gesetz zur Optimierung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen. Trotzdem kann es passieren, dass Sie sich z.B. bei einem längeren Krankenhausaufenthalt oder bei bestimmten Auslandsaufenthalten mit Krankheitserregern infizieren, die nur selten auf Antibiotika ansprechen oder gesunder Träger dieser Keime werden (z.B. MRSA).

Auch wenn Sie in medizinischen Berufen oder in der Landwirtschaft tätig sind oder chronische Wunden haben, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass Sie z.B. gesunder Träger von MRSA sind. Das heißt, es kann sein, dass Sie sich kerngesund fühlen und trotzdem MRSA­-Träger sind.

Übertragungsweg

Die Übertragung findet vor allem durch Hautkontakt (z.B. über die Hände) statt.

Diagnostik

Bei allen geplanten Operationen oder auch bei Schwangerschaft sollten Sie dies bedenken und falls Sie zur Risikogruppe gehören, einen MRSA-­Abstrich von Nase und Rachen anfertigen lassen. Dann können wir Sie vorher von diesem Keim befreien! Nach einem Krankenhausaufenthalt mit z.B. schlecht heilenden Wunden und Antibiotikaeinnahme bezahlt den MRSA­-Abstrich sogar Ihre Krankenkasse.

Therapie

Falls tatsächlich bei Ihnen ein MRSA-­Trägerstatus festgestellt wird, können wir gemeinsam über notwendige Hygienemaßnahmen und Medikamente zur Entfernung des Erregers (sogenannte Eradikationstherapie) sprechen.

Kontrollabstriche

Nach Abschluß der Therapie veranlassen wir drei Kontrollabstriche zu festgeschriebenen Zeiten. Zeigen alle drei Kontrollabstriche, dass der Erreger nicht nachweisbar ist, hatte unsere Behandlung Erfolg.